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Pflanzen können Schwermetalle in überdurchschnittlichen Mengen einlagern, ohne einen Schaden zu nehmen.

Arsen, Cadmium oder Nickel: Superpflanzen reichern giftige Metalle in ihren Blättern an. In teils tödlichen Mengen – eigentlich. Selbstmord? Nein, nicht für sie. Denn das Gift schleusen sie so geschickt durch ihren Pflanzenkörper, dass es den lebenswichtigen Prozess der Photosynthese nicht stören kann. Die meisten Superpflanzen speichern die Schwermetalle in der äußeren Schicht der Blätter – die Photosynthese dagegen läuft in den inneren Blattschichten ab. Einige Superpflanzen nehmen die Schwermetalle sogar in extrem hoher Konzentration auf. Der Superbaum Pycnandra acuminata aus Neukaledonien etwa hat in seinem Pflanzensaft bis zu 25 Prozent giftiges Nickel gelöst. Und lebt und gedeiht trotzdem – darüber wundern sich selbst die Biologen. (WDR Wissen)

 

Bäume können miteinander sprechen – über Ultraschallwellen und Duftstoffe. Wahrscheinlich sind das Wetter und die Klimaerwärmung beliebte Themen.

Bäume kommunizieren nicht nur über Ultraschallwellen und Duftbotschaften, sondern auch über Pilze, die wie eine Art Glasfasernetz den ganzen Boden durchziehen. Über ihr Feinwurzelsystem können Bäume und Pflanzen zu diesen Mykorrhiza genannten Pilzen Kontakt aufnehmen. Verschiedene Bäume werden durch sie in ein Netzwerk zusammengebunden. So können Informationen von Baum zu Baum weitergeleitet werden. Und das wird auch als „Wood-Wide-Web“ bezeichnet. Sicher ist, dass Pflanzen und Bäume die wichtigsten Umweltdaten kontinuierlich wahrnehmen. Diese Daten speichern sie auch und stellen sich mit ihrer Hilfe auf Veränderungen ein. So bereiten sie sich zum Beispiel auf starke Temperaturschwankungen vor. (NOZ – Frantisek Baluska)

 

Superpflanzen können Edelmetalle wie Nickel aus dem Boden ziehen, damit diese später in Handyakkus eingesetzt werden.

Einige Superpflanzen ziehen auch extrem wertvolle Metalle aus dem Boden – zum Beispiel Nickel, Platin oder Palladium. Warum also nicht die teuren Metalle aus der Pflanze herausholen und verwerten? Platin statt Gemüse ernten – „Phytomining“ klingt nach einem lukrativen Geschäftsmodell. Und es wird bereits praktiziert: In Albanien etwa – zu Forschungszwecken. Albanische Bauern bewirtschaften Felder voller Mauersteinkraut. Früher als nutzloses Unkraut verschrien, wird es jetzt nach der Ernte verbrannt. Und aus seiner Asche Nickelsalze und Nickeloxide hergestellt – Rohstoffe für Handy-Akkus oder Euromünzen. Auch Phytomining mit den Rohstoffen Palladium und Platin könnte sich finanziell lohnen. Es gibt sogar eine Superpflanze, die Gold aus dem Boden zieht: Senf. Allerdings mit sehr geringem Ertrag – die Goldernte mit Pflanzen ist also eher zu vernachlässigen. (WDR Wissen)

 

Bäume, die neben einer Strassenlaterne wachsen, behalten länger ihre Blätter.

Mehrere Faktoren führen dazu, dass eine Baumkrone auf einer Seite noch Blätter hat, während die andere schon kahl ist. Um sich auf den Winter vorzubereiten, holen Bäume wertvolle Nährstoffe aus ihren Blättern heraus. Für jedes Blatt zieht der Baum Bilanz, ob es sich lohnt, es noch zu behalten. Blätter, die in einem günstigen Winkel zur tief stehenden Sonne hängen und so noch Licht aufnehmen, bleiben länger am Baum. Auch Blätter in der Nähe von Hauswänden oder Straßenlaternen fallen später ab: Sie bekommen dort sowohl noch Licht als auch Wärme. Nicht zuletzt entscheiden Wind und Regen, wann ein lockeres Blatt tatsächlich abfällt. Ungeschützte Baumspitzen werden deshalb oft schneller kahl. (Hamburger Abendblatt)

 

 

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